History
Die Geburt des Kemptener Labels RotRaumMusic liegt mittlerweile drei Jahre zurück. Anfangs noch unter dem Namen Rotraum Recordings lag der Fokus vor allem auf genreübergreifenden Musikveröffentlichungen lokaler Bands und dem Betreiben eines Tonstudios. Aufgrund verschiedener Geschäftsinteressen der Gesellschafter und den damit einhergehenden internen Unstimmigkeiten beschloss Labelchef Dominik Vogel zusammen mit Philipp Seitz alias toris mc, das Label für elektronische Musik vom Studiobetrieb zu entkoppeln. Gesagt, getan. Direkt im Anschluss übernahm RotRaumMusic das Kölner Independent-Label Orbiter Music und sicherte sich dadurch ein lückenloses, weltweites Vertriebsnetz für digitale Releases (inklusive des sehr bedeutenden Portals Beatport).
Neben bundesweiten Künstlern wie Harddisc Recorder, BeaT-Bau-HoF oder Druminc, die seit der ersten Stunde an Bord waren, gesellten sich nach und nach Produzenten aus aller Welt zur RotRaum Familie: Mr. Gil und Ricardo Motta aus Brasilien, Dave Alna aus Spanien oder Dj Wank aus Schweden sind dabei nur einige Beispiele.
Das es bei RotRaum vor allem um die Leidenschaft zur Musik geht, merkt man auch daran, dass die reinen Abverkäufe Massenkompatibler Musik nicht im Vordergrund stehen. Vielmehr ziehen Künstler und Label an einem Strang: von gemeinschaftlich organisierten Events über eine Vielzahl gegenseitiger Remixe bis hin zu langjährigen Freundschaften. So sind an dieser Stelle vor allem Yannick de la Moulage, Produzent des House-Projekts :Blacks On :Blondes und die Allgäuer Techno-Urgesteine von Mammutgroove für ihre ständige „ehrenamtliche“ Mitarbeit zu erwähnen. Auch DJ Dr. Zoldberg von Electrosound.tv featured regelmäßig RotRaum DJ's und Artists in seiner wöchentlichen Radio-Show und stand bei einigen Events des Labels an den Turntables.
Unter dem Slogan „Label, Media, Event“ bietet RotRaumMusic auch ohne Tonstudio weiterhin Dienstleistungen im audiovisuellen Bereich an, wie z.B. mobile Tonaufnahmen, (Musik-)Videoproduktionen oder Mastering.
Aber was wäre ein Plattenfirma ohne Schallplatten? Um sich aus der Masse digitaler Labels hervorzuheben und auch den klassischen DJ Markt bedienen zu können versuchten sich die Jungs von RotRaum mit der Produktion traditioneller Vinyl-Tonträger. Bereits die allererste 12inch, die Jules Verne EP von Dominik Vogel und :Blacks On :Blondes erntete beste Kritiken und wurde u.a. Vinyl des Monats bei housefloor.de. Ähnlich guter Erfolg konnte kurz darauf mit der nächsten Produktion „:Blacks On :Blondes + Friends: El Amor Negro“ erzielt werden. Auf den Geschmack gekommen erschien just letzten Monat die dritte Platte mit dem treffenden Titel „RotRaum # 3“, eine Compilation mit den vier besten Stücken aus einem labelinternen Wettbewerb. Digital gibt es die # 3 mit sieben zusätzlichen Tracks und spiegelt so den aktuellen Status Quo des südlichsten Labels für technoide Musik Deutschlands wider.
